Sonntag, 8. November 2015

Terry Pratchett - Die Krone des Schäfers

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich euch gerne den fünften und damit schon letzten Band der Jugendbuchreihe um die Hexe Tiffany Weh vorstellen. "Die Krone des Schäfers" ist damit nicht nur das letzte Werk der Scheibenwelt sondern auch Terry Pratchetts letztes Werk, da er leider im März (2015) verstorben ist.
 Aber genug der Vorrede.


Die Krone des Schäfers


Fangen wir am besten an:
Leider muss ich euch gleich zu Beginn gestehen, dass eine sehr wichtige Person für Tiffany stirbt. Das war für sie und auch für mich ein großer Verlust. Doch obwohl mich der Tod sehr überrascht und traurig gemacht hat, muss ich sagen, dass dieses Ereignis von Nöten war, damit die Geschichte ihren Lauf nehmen konnte.
 Doch dadurch trifft man auf den ein oder anderen Bekannten wieder, den man im Verlauf der vielen Scheibenwelt-Romane (insgesamt 41 Stück an der Zahl!) kennengelernt hat.

Auch wenn die Auftritte meist kurz sind, war es eine Freude sie noch einmal zu wieder zulesen.
 In vielerlei Hinsicht ist die Welt nun im Umbruch - der Tod war nur der Anfang einer Kette von Veränderungen. Den nun vor ihr liegenden Weg beschreitet Tiffany auf ihre ganz eigene Art und Weise wie nur sie es zu dieser Zeit kann. Wie man sich denken kann sind neue Wege nie leicht, doch Tiffany steht nicht alleine da. Viele Freunde und Bekannte helfen ihr, auch wenn deren letzte Begegnung teilweise schon eine ganze Weile her ist. Die Krone des Schäfers ist nicht nur ein aus der Luft gegriffener Buchtitel sondern die Krone kommt wirklich vor – eine klasse Idee, seid gespannt wie sie in Erscheinung tritt.

Es gibt viele packende Momente, aber das meiste war in einer gewissen Art und Weise vorhersehbar, was den Lesegenuss aber keineswegs schmälert!
Das spiegelt sich auch darin, dass ich das Buch in nur 3 Tagen durchgelesen habe, was so schon lange nicht mehr passiert ist. Somit ist es kein grandioses Ende wie man es sich vom letzten Roman erhofft hat, aber doch ein sehr guter Abschluss, womit ich persönlich als Abschluss gut leben kann.

Nichtsdestotrotz bin ich sehr traurig, dass es nie wieder neue Abenteuer geben wird...

Ich möchte an dieser Stelle noch etwas zur Übersetzung sagen:
Bei den letzten beiden Tiffany Romanen gibt es eine neue Übersetzerin, u.z. Regina Rawlinson.
Sie macht ihre Arbeit an sich gut, aber der Stil von Andreas Brandhorst gefiel mir besser.
Es gibt ein paar Punkte bei der Übersetzungen, die mir bei verschiedenen Begriffen ins Auge gesprungen sind und die in den vorhergehenden Romanen anders übersetzt wurden.
Dies dient nur als Hinweis um ein paar Irritationen vielleicht zu vermeiden :)


Das Cover:
Das Originalcover wurde von dem Illustrator Paul Kidby nach Terry Pratchetts Wünschen gestaltet. Leider wurde das Cover in deutsch nicht übernommen. Die Gründe kenne ich nicht. Ich finde das aktuelle Buchcover hübsch aber das Englische hätte mir noch einen ticken besser gefallen :)

Zusammenfassend möchte ich noch einmal sagen, dass es ein wunderbarer Roman ist.
Allerdings merkt man, dass Sir Terry Pratchett nicht mehr komplett fit war, denn er litt an PCA, einer Art von Alzheimer.
Ich kann diesen Roman jedem Scheibenwelt Fan empfehlen.

Für die die noch nie von der Scheibenwelt oder der Hexe Tiffany Weh gehört haben:
Wenn ihr dieses Buch gerade in der Hand haltet und überlegt ob ihr es als Einstieg nehmen könnt - ja man kann es auch ohne vorherige Bände lesen, auch wenn Bezug auf frühere Ereignisse genommen wird. Dafür hat der Autor aber an passender Stelle Fußnoten eingebaut, damit man nicht ganz im Dunklen steht. Mir ging es mit dem Roman „Winterschmied“ so, weil ich nicht wusste, dass er zu einer Reihe gehört.
Das einzige Problem: es macht Lust auf die vorherigen Bände *zwinker* Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem letzten Meisterwerk :)

Liebe Grüße, eure Tifi von Nickypaulas Bücherwelt

Video-Rezension

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen