Samstag, 25. Juni 2016

Die Wächter von Avalon Legende von Ýr



~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Die Anfang 2015 erschiene „Legende von Ýr“ bildet den Abschluss der „Wächter von Avalon“-Triologie aus der Feder von Amanda Koch.
Obwohl mich dieser Teil an vielen Stellen spannungstechnisch tatsächlich mitreißen konnte und ich verhältnismäßig schnell durch die zahlreichen Seiten durch war, gab es leider auch Dinge, die ich nicht so gelungen fand, weswegen es in meinen Augen kein ganz so runder Abschluss war.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
In Amaduria hat sich das Gleichgewicht der Elemente wieder eingestellt. Trotzdem bleibt keine lange Verschnaufpause für die Wächter von Avalon. Ein Hilferuf von Nagaina führt sie auf die heilige Insel, die plötzlich von einer unbekannten Macht erschüttert wird. Da die Herrin vom See trotz großer Bemühungen bisher kaum Anhaltspunkte über deren Ursprung hat, bittet sie die Wächter einer alten Sternenkarte nachzugehen, die sie unverhofft wieder in die irdische Welt führt. Denn hier scheint eine Kraft im Verborgenen zu liegen, die Einflüsse auf die anderen Welten hat.
Begleitet werden die Wächter von Aylórien, deren Bestimmung erneut damit in Zusammenhang zu stehen scheint. Doch welche Bedeutung spielen die beiden Akeahsteine, ein Geschenk der beiden Könige der amadurischen Sonnenländer?
Und welche Geheimnisse behüten die Túatha de Danann, das Volk der Göttin, welches noch in der irdischen Welt verweilt?
Auf ihrer Suche nach Antworten begegnet ihnen Muireall, ein Wesen mit der Kraft aller vier Elemente. Doch ist sie Hoffnungsschimmer oder Schattenbringer für die Neue Zeit?
Wie die Legende von Ýr das Schicksal der drei Welten beeinflussen?

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Das Cover von Band 2 fügt sich in seiner Gestaltung perfekt in die der Gesamtreihe ein und ist in der Grundfarbe in einem hellgelb bis lichtgrün gehalten. Im klaffenden Spalt sind dieses Mal Esmé und Raven, die ihren Blick scheinbar auf den im oberen Teil fliegenden Raben gerichtet haben, vor einer etwas blassen Sonne zu sehen, sowie eine geheimnisvolle Gestalt mit langen weißen Haaren, sehr dunkel wirkenden Augen und einer kampfbereiten Haltung, über der ebenfalls eine Schar Raben kreist. Obwohl das Bild eigentlich in hellgelben bis braunorangenen Tönen gehalten ist, wirkt das Licht weniger warm, als vielmehr die Charaktere blendend, was tatsächlich sehr treffend ist, denn in diesem Band ist die Identifizierung von Gut und Böse ja nicht ganz einfach. Von beiden Seiten des Spaltes mischt sich auch Schwarz mit in das Bild und scheint das in der Mitte positionierte Licht verdrängen zu wollen. Halb im Schatten am unteren Rand ist noch eine Menschenmenge zu sehen, die sehr geheimnisvoll wirkt, da man kaum Details erkennen kann um sie einzuordnen. In der oberen Ecke ist eine Sternenkonstellation angedeutet, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt.
Das Bild wirkt insgesamt sehr stimmig und trotzdem spannungsgeladen und lässt auf interessante Entwicklungen hoffen.
Großes Lob an Nico Schirmer, der die Cover der Reihe so wundervoll gestaltet hat, sodass sie mystisch und zugleich einladend wirken.

Sehr gut sind auch wieder die Karten im Innenteil, denn auch wenn sich die Handlungsorte in Grenzen halten, sind die Namen recht kompliziert, sodass man doch gern auf die Karte zurückgreift, um sich zurecht zu finden.
Auch in diesem Band sind die Klappentexte wieder gut zusammenfassend und erwecken Lust die Geschehnisse für sich genau zu entdecken.

Die Ergänzung der Chroniken ist auch sehr gut, sodass man noch einmal nachvollziehen, wie alles zeitlich zusammenhängt, oder nachschlagen kann, wenn man mal den Faden verloren hat.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

Schreibstil:
Tatsächlich hat Amanda Koch im Großen und Ganzen im dritten Band in ihrem Schreibstil noch einmal eine Schippe drauf gelegt und die meiste Zeit über las sich das Buch wirklich sehr flüssig.
Beschreibungen sind noch malerischer und zum Teil ausschweifender.
Allerdings ist er auch noch gehobener geworden, es tauchen noch mehr Fremdwörter auf, die zwar erklärt werden, man aber zum Teil diese gar nicht mitbekommt, da man es für eine fortlaufende Beschreibung für etwas anderes hält.
Ich denke gerade sehr junge Leser werden öfter an solchen Wörtern hängen bleiben.
  
Schon in Band 2 fiel mir aber noch eine Sache negativ auf, die sich in diesem Band leider nur noch verstärkt hat: Erklärungen werden immer und immer wiederholt. Natürlich sind die Geheimnisse rund um die Kraftlinien, das Volk der Göttin und Muireall nicht ganz einfach und so verstrickt, dass die Charaktere bei ihrer Entdeckung immer nur Stück für Stück vorankommen und manchmal die bereits erfahrenen Fakten Revue passieren lassen müssen. Das ist soweit in Ordnung. Allerdings artet es stellenweise dazu aus, dass jeder Charakter für sich nochmal innerlich vor sich herbetet, was er gerade erfahren hat, um zu überprüfen, ob er es richtig verstanden hat, es aber genau das Selbe ist, was alle anderen gerade bereits gesagt/gedacht haben, weil sie eben alle zusammen die Information bekommen haben.
Und jeder Person, mit der sie über diese Verwicklungen sprechen, wird noch einmal vom Urschleim erzählt, welcher Wissensstand bereits existiert, anstatt das mit einem „und erklärten ihn/sie über alles auf“ zusammenzufassen, um dann mit neuen Informationen zu kommen. Irgendwann war ich an dem Punkt, wo es mich einfach nur noch genervt hat und ich mir so vorkam, als wolle die die Autorin nur sicher gehen, dass es auch der Letzte schnallt. Das Mitdenken und Miträtseln wird einem praktisch abgenommen, was ich sehr schade fand.
Ins gleiche Schema fallen die permanenten „rhetorischen“ Fragen auf, die die Charaktere sich stellen. Eigentlich mag ich sowas sehr gern, weil es nun mal zum Nachdenken anregt, aber nicht wenn sie im Rudel auftreten und sich im Grunde damit selber beantworten. Teilweise waren bis zu sechs solcher Fragen hintereinander aufgereiht, die einem aber alle Möglichkeiten vorgaben. Wozu dann das Ganze?

Etwas zu oft kam auch die Erwähnung über die Menschen und ihre „Blindheit“. Ich bin zwar ähnlicher Meinung, dennoch wurde es oft so formuliert, dass es fast etwas arrogant herüber kommt.

All das „Überflüssige“ gestrichen und die Autorin hätte noch reichlich mehr Seiten gehabt, um so manchen Charakter oder anklingende kleine Entwicklungen noch weiter auszubauen, die sie noch lebendiger und glaubhafter gemacht hätten. So fiel manches leider hinten runter, was ich ein bisschen schade fand. Manchmal ist weniger wirklich mehr.

Aufbau und Storykonzept:
Der Aufbau mit langen Kapiteln, die von verschiedenen Abschnitten mit Perspektivwechseln, mit klaren und fließenderen Übergängen, unterteilt werden, ist zum Glück gleich geblieben, sodass sich wieder verschiedene Handlungsstränge ergeben, die dann alle irgendwann zusammen laufen und sich auch gut in die bisherigen Geschehnisse einfügen. Das alles ein großes Ganzes ist, kommt hier wirklich noch einmal sehr gut zur Geltung.

Besonders gelungen war für mich dieses Mal der Einstieg, denn auch wenn man gleich mit einer noch unbekannten Figur in einen völlig neuen Handlungsstrang geworfen wird, und vielleicht im ersten etwas orientierungslos ist, weckt dieses erste Kapitel auf jeden Fall die Neugier, denn es geht doch sehr geheimnisvoll zu.

Auch wenn mir Amaduria als Handlungsort am Liebsten war, fand ich doch gut, dass noch einmal der Bogen in die Welt der Menschen geschlagen wurde, damit sich das Konzept der Trinität der Welten auch physisch in der Aufteilung der Bücher widerspiegelt.
Sehr überraschend war in diesem Zusammenhang das Widersehen mit Eric, denn für Esmé war ihre Familie ja aus den Augen, aus dem Sinn. Das Wideraufnehmen dieses Fadens hat mich sehr gefreut, obwohl ich zum Schluss doch sehr enttäuscht war, wie sich dieser Strang entwickelt hat.

Besonders in diesem Band, da er ja zum Großteil in der irdischen Welt spielt und auch deren Geschichte beleuchtet, merkt man, dass die Autorin gut recherchiert hat, es sich nicht nur einfach macht und alles selbst neu erfindet, sondern die geschichtlichen Ereignisse und Mythen nach ihren Bedürfnissen auslegt, sodass sie sich in die von ihr erschaffene Verbindung der drei Welten einfügt. Allerdings habe ich hier auch einen Kritikpunkt, denn eigentlich wirkt fast alles ausgedacht, weil ein wenig mit Erklärung gespart wird, vor allem wenn es um Amergins Schleierzauber geht. Es wird zwar erwähnt, was passiert ist, aber dass es sich bei dem Kampf Túatha de Dannan v.s. Milesier um einen bereits existierenden Mythos handelt, kommt überhaupt nicht rüber, da zu den Milesiern und Amergins Beweggründen überhaupt nichts erklärt wird. Wer diese Namen nicht schon mal gehört hat oder sich zufällig gut in irischer Mythologie auskennt, für den kommt es wie ein fiktionales Detail herüber, dass eben gerade gebraucht wurde, um etwas zu erklären.

Es gab zwar auch einige Details im ganzen Konzept, die mir nicht ganz schlüssig waren und über die ich auch nicht hinwegsehen konnte, weil mich die Handlung eben nur zum Teil fesseln vermochte, dennoch fand ich es sehr gut, wie alles miteinander verwoben war und die Komplexität ihres gut durchdachten „Universums“ kann sich durchaus sehen lassen.

Sehr dankbar bin ich Amanda Koch auch nach wie vor, dass sich trotz kurzer Zweisamkeit die Liebesgeschichte von Raven und Esmé in ertragbaren Grenzen hält. Natürlich handeln beide wieder nur im Interesse ihrer gemeinsamen Zukunft, da dadurch aber viel des Haupthandlungsstranges in Gang kommt, ist das völlig in Ordnung.

Lobenswert finde ich auch, dass immer wieder, vor allem im Abschlussband, versucht wird, nicht nur zu unterhalten, sondern auch Botschaften zu vermitteln und dem Leser etwas fürs Leben mitzugeben. Darauf lege ich bei Büchern immer sehr großen Wert und war froh, dass es zum Schluss noch einmal viel darum ging aus der ganzen Geschichte zu lernen. Da ich allerdings insgesamt nicht besonders emotional mit der Triologie verbunden war, habe ich die Weisheiten zwar gelesen, mich darüber gefreut, aber sie haben es nicht wie in manch anderen Büchern geschafft mein Herz zu berühren.

Auf jeden Fall war in diesem Band ein viel deutlicherer Spannungsbogen sichtbar, der mich tatsächlich vor allem durch Muireall dieses Mal gefesselt hat, obwohl sich durch das viele Widerkäuen der Erklärungen auch oft Kaugummistellen einstellen.
Dennoch wurde es in den letzten 100 Seiten richtig interessant und mit dem Schicksalsschlag hätte ich auch wirklich nicht gerechnet. Und dann… war die Spannung auf einmal plötzlich gänzlich weg. Aus dem Spannungsbogen wurde eine jähe Steilklippe. Bis zu Letzt hoffte ich auf einen retardierenden Moment, aber Pustekuchen. Warum war zwischen dem Schicksalsschlag und dem Endergebnis so viel Zeit, wo nichts passierte? Ja natürlich ist mir klar, dass es wegen bestimmter Daten, die eine Rolle spielten so sein musste, aber in den letzten Seiten schien die Zeit vor Langeweile praktisch still zu stehen, bis man dann vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Warum durfte ich als Leser nicht an Muirealls „Entscheidungsschlacht“ um Licht oder Finsternis teilhaben? Man hätte ja nicht jeden einzelnen Tag beschreiben müssen, aber den Wendepunkt hätte ich schon gern miterlebt, denn das hätte so spannend sein können.
So war das Ende für mich leider sehr unbefriedigend und das Madame Esmé auch noch ihren Willen bekommen hat, obwohl sie sich nicht wirklich dafür anstrengend musste, hinterließ einen wirklich sehr schalen Beigeschmack. Sehr schade.

Charaktere:
Nachdem Esmé im letzten Band tief in meinem persönlichen Abgrund des Vergessens gefallen war, war es eine Wohltat, dass sie gleich zu Beginn endlich mal die Quittung ihres egoistischen Verhaltens bekommen hat. Und während andere wahrscheinlich total mit ihr mitgelitten haben, dachte ich nur „Geschieht dir Recht!“ Denn sie hat sich ihr „Leid“ durch ihren Egoismus selbst zuzuschreiben und bei sowas habe ich kein Mitgefühl. Ich war auch sehr froh, dass es für ihren Fehler keine Widergutmachung gab, das hätte ich der Autorin sonst wirklich übel genommen. Stattdessen gab es einen Hoffnungsschimmer, dass sie nun endlich eine positive Wandlung durchmacht. Doch der verglomm schneller als man gucken konnte, denn obwohl sie von sich selber meinte nun besonnener und überlegter geworden zu sein, habe ich davon überhaupt nichts mitbekommen. Kaum dass sie eine neue Aufgabe bekommen hat, fing sie schon wieder an zu lamentieren, dass sie das nicht will und wie schwer doch ihr Schicksal ist. Dabei hat sie eigentlich nichts auszustehen. Andere Charaktere haben wesentlich mehr zu erleiden und jammern nicht so viel.
Ich kann ihre Problematik mit der Unsterblichkeit als Lichtelfe zwar in den Grundzügen verstehen, ihre Lösung finde ich nur nicht besonders sinnvoll, denn ist ihr nie in den Sinn gekommen, dass wenn sie sterblich ist, Raven als Wächter trotzdem ein viel längeres Leben hat und sie ihn dann zurück lässt? Wo ist da bitte groß der Unterschied? Ja genau, SIE muss es dann nicht mehr ertragen ihn zu verlieren. Und überhaupt will sie ja am liebsten Lichtelfe bleiben, nur eben sterblich, damit sie auch ja alle Vorzüge genießen kann, aber bitte bloß keine Nachteile. Weil das im richtigen Leben natürlich auch immer so läuft. Ich muss leider sagen, dass sie dann am Schluss ihren Willen bekommt, vermittelt für mich eine völlig falsche Botschaft, denn das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert und verdient hat sie sich ihre Belohnung erst recht nicht.

Bei Raven hatte ich nach den Entwicklungen des letzten Bandes eigentlich einen noch früheren Absturz in die negative Richtung erwartet. Zum Glück kam der erst ganz zum Schluss, sodass er sich die meiste Zeit über recht erträglich gestaltete. Allerdings muss ich bemängeln, dass es völlig unglaubwürdig ist, dass er in Band 2 wie ein Suchti am Ahnenbuch klebt und es ihn in Band 3 so überhaupt nicht interessiert. Das sind solche kleinen inkonsequenten Details, die für mich den Charakteren leider völlig ihre Glaubhaftigkeit raubt und ich somit auch wenig Bindung mit ihnen aufbaue, weil ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen kann.
Zum Schluss hat er es sich aber natürlich noch mal richtig bei mir verscherzt und so kann ich ihn und Esmé nur alles Gute wünschen. Die beiden haben einander wirklich verdient.

Zwar wurde Evolet nach der sehr positiven Entwicklung im letzten Abend nun wieder zum Teil reichlich schwach dargestellt und auch Nagaina, die ich sehr ins Herz geschlossen hatte, spielte leider keine allzu große Rolle, dafür hat die Autorin mir in diesem Band mit der Einführung eines neuen Charakters ein Geschenk gemacht: Muireall.
Das nenne ich mal einen Charakter mit Tiefe! Zwar war sie unberechenbar und teilweise auch nicht gerade nett, aber genau dieses Wechselhafte machte sie ja so interessant. Bei ihr stimmte auch die ganze Vorgeschichte und die sich daraus ergebenden Beweggründe. Ich konnte sie total verstehen und trotz oder gerade wegen ihrer Verzweiflung wirkte sie unglaublich lebendig. Auch ihr innerer Kampf war sehr gut beschrieben und die Lektion, die sie zu Lernen hatte, sollte sich jeder verinnerlichen. Der große Wehrmutstropfen war dann natürlich, dass man als Leser im entscheidenden Moment nicht dabei sein durfte.

Insgesamt fand ich es auch etwas schade, dass abgesehen vom Kampf gegen die „bösen Gegnern“ kaum Zwistigkeiten unter den Charakteren selber gab, obwohl sie doch so unterschiedliche Eigenschaften und Denkweisen haben. Wenn das mal anklang, wurde es schnell abgewürgt. So erscheinen sie einem doch ein bisschen zu sehr auf „heile Welt“ getrimmt und verloren noch mehr Farbe. Aber dafür war vermutlich kein Platz mehr und hätte man sich dem gewidmet und noch ein weiteres Buch hinzugefügt, um allem gerecht zu werden, wäre das Konzept der Trinität nicht aufgegangen. Insofern kann ich das schon nachvollziehen.

Fazit:
Band 3 konnte mich wesentlich mehr fesseln als die Vorgänger, da mich das Ende aber leider überhaupt nicht überzeugen konnte, positioniert es sich nun doch hinter Band 2.
Es steckte unglaublich viel Potential in diesem Band sowie der gesamten Triologie, das für meine Begriffe nicht ganz genutzt wurde. Auch wenn es noch nicht an die Großen des Genres heran kommt, hat Amanda Koch sicher eine Zukunft als Fantasy-Autorin und man kann einiges erwarten.
Trotz aller Mängel und Aufreger, war es aber alles im allen eine sehr schöne Geschichte, die ich ohne die Protagonistin auch richtig hätte genießen können. Die Triologie kommt zwar nicht in die Liste meiner Lieblingsbücher, sie war aber dennoch das Lesen wert und ich kann sie auch ruhigen Gewissens weiter empfehlen, denn wer einfach über manches hinweg lesen kann, der wird sicher Amadurias Zauber unterliegen und sich für die Reihe begeistern können.
 
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Trotz Bezug zur irdischen Welt bleibt es High-Fantasy, ist also vor allem für Fans dieses Genres etwas. Gerade wer die Thematik Avalon/Merlin bzw. insgesamt Magie sehr mag und sich nicht nur berieseln, sondern auch etwas mitnehmen möchte, der ist hier gut aufgehoben.
Im Internet habe ich verschiedene Altersempfehlungen gefunden. Meine persönliche Einschätzung wäre ab 14 Jahre, denn für eine allzu junge Leserschaft ist es doch zu komplex und vor allem zu ernst, denn aufheiternde Momente gibt es eher selten.

Taja
von Nickypaulas Bücherwelt

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