Mittwoch, 10. August 2016

Magnus Chase Rick Riordan



~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Nach Griechisch, Römisch und Ägyptisch, macht sich Bestsellerautor Rick Riordan in seiner neuen Serie „Magnus Chase“ nun daran die nordische Mythologie mit seinen einzigartigen Ideen und schrägem Humor auf den Kopf zu stellen. „Das Schwert des Sommers“, erschienen Ende Juli auf Deutsch beim Carlsen Verlag, bildet dabei den Auftakt zur Reihe über einen weiteren Göttersprössling, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht.
Mir begegnete die englische Ausgabe schon letztes Jahr im Oktober und fesselte mich sofort, sodass hier ab und an auch auf diese Version eingehen werde.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Magnus Chase ist ein ganz normaler Teenager – zumindest so normal wie man sein kann, wenn man auf der Straße lebt. Seit seine Mutter vor zwei Jahren bei einem mysteriösen Überfall starb, vertraut Magnus niemanden mehr, schon gar nicht seiner verbleibenden Verwandtschaft, die allerdings gerade nach ihm sucht. Als er seinem fragwürdigem Onkel dann doch in die Arme läuft, erzählt der ihm dann auch noch, dass Magnus der Sohn eines nordischen Gottes sei, sein Erbrecht antreten soll und nebenbei gerade in höchster Lebensgefahr schwebt. Und obwohl alles klingt wie aus einem schlechten Film, kann der 16-Jährige nicht leugnen, dass es irgendetwas in ihm auslöst. Erst recht nicht, als er magischer Weise ein altes Stück Metall aus dem Fluss zieht und plötzlich einem Feuerriesen gegenübersteht. Doch bevor er sich Gedanken über alles machen kann, stirbt er erstmal…
 und von da an geht sein „Leben“ weiter bergab, denn er ist dafür auserkoren das Ende der Welt zu verhindern. Zusammen mit etwas ungewöhnlicher Begleitung,  seiner Ex-Walküre Sam, einem lichtunverträglichem Zwerg und einem stummen Elf, macht sich der Junge auf eine gefährliche Reise durch die Neun Welten und muss sich dabei nicht nur mit Göttern und deren Intrigen, sondern auch jede Menge Kuriositäten rumschlagen. 

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Das deutsche Cover zeigt ähnlich wie frühere Ausgaben der „Percy Jackson“-Reihe einen Jungen mit Schwert vor einem überdimensionalen Männerkopf im Hintergrund. Wer sich ein wenig in nordischer Mythologie auskennt, wird an Augenklappe und dem Raben am Rande des Bildes erkennen, dass es sich hierbei um Odin handelt, der im Buch zwar nicht prägnant ist, dennoch eine große übergeordnete Rolle spielt. Auf der Rückseite entfaltet dagegen ein riesiger Baum seine Äste, der ebenfalls sehr wichtig ist und gleichzeitig einen schönen Gegenpol zur spannungsgeladenen Gott – Demigott Illustration bildet. Das Cover ist schön, passt vom Stil gut zu einem Jugendbuch und auch zu den von Rick Riordan bereits existierenden Reihen, sodass sich im Bücherregal sicher ein schönes Gesamtbild gibt.
Als erwachsener Leser hat es mich allerdings nicht ganz so angesprochen, besonders da ich das englische Cover mit flammendem Wolf zu Hause habe. Ich stehe normalerweise nicht so auf glitzernde Cover, aber diesem macht der Metallfoliendruck wirklich was her, vor allem bei den blauen Wolfsaugen, die nicht Magnus sondern eher den Leser anstarren und geradezu herausfordern, seine Bekanntschaft zu machen.

Auch beim Klappentext gewinnt für mich die englische Ausgabe. Die Deutsche ist nett formuliert und bringt wichtige Punkte ein, ist aber sehr typisch und würde mich wahrscheinlich nicht unbedingt ansprechen, wenn ich noch gar nichts von Riordan kennen würde. Außerdem ist sie für den verrückten Ausgangspunkt der Story viel zu normal. Vielleicht hatte man Angst zu spoilern, wenn man den Fakt erwähnt, der hier besonders entscheidend ist – nämlich dass Magnus stirbt. Und nein, es ist kein Spoiler, denn man bekommt es auch schon im allerersten Satz des Buches um die Ohren gehauen. Aber beim Lesen des englischen Rückentextes war mein Gedanke: „WAAAS? Das kann doch nicht sein!“ Und war einer der ausschlaggebenden Gründe für den sofortigen Kauf. Es erzeugt einfach mal viel mehr Spannung, zumal Magnus einen auch noch direkt anspricht und man so irgendwie schon die erste Sympathie zu ihm aufbaut, als ein „Was? Magnus‘ Vater soll ein nordischer Gott sein?“-  das sich einfach mal nach Schema F der bisherigen Reihen anhört. Ich kann es nach dem Lesen des deutschen Textes nicht verübeln, wenn man denkt: „Och ne, nicht schon wieder das Gleiche!“
Doch Magnus hält auch für den eingefleischten Riordan Fan einige Überraschungen parat.

Was ebenfalls sehr auffällig war, ist die Schriftgröße, die für ein Jugendbuch doch unerwartet klein ausfällt. Ich hatte zwar keine Probleme damit, war aber überrascht, denn im Englischen ist sie wesentlich größer mit zusätzlich recht großem Zeilenabstand. Und trotz allem ist das englische Buch, obwohl fast identischer Buchgröße, gleich mal 50 Seiten kürzer. Man braucht im Deutschen also wirklich entscheidend mehr Platz um einen ordentlichen Satz aufs Papier zu bringen als im Englischen.
Sehr gut ist das angehangene Glossar (auch viel ausführlicher als im Original), denn wer sich nicht so gut in der Mythologie auskennt, wird sicher seine Probleme bei all den vielen auftauchenden Namen haben.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Story:
Obwohl die Grundstory natürlich nicht viel anders ist, als die bisherigen Reihen – Halbgottkind erfährt von seiner Herkunft und muss die Welt retten – ist das Anfangssetting von „Magnus Chase“ schon mal ganz anders. Denn seit zwei Jahren obdachlos und auf sich allein gestellt war bisher keiner von Riordans Protagonisten bzw. habe ich bisher überhaupt noch kein Buch mit einem solchen Setting gelesen. Nicht nur, dass es einfach mal überraschend anders ist, nein aus dieser Grundsituation ergeben sich auch viele von Magnus Besonderheiten (aber dazu unter Charaktere mehr), sodass es äußerst klug gewählt wurde.
Und obwohl man vielen bereits bekannten Grundelementen z.B. die Begegnung mit den Göttern, deren Kampf untereinander, der Weltuntergang ect. begegnet, schafft es der Autor immer wieder aufs Neue sie mit viel Humor und Geschick zu verbinden, sodass es nie langweilig wird.
Der Schreibstil von Riordan ist einfach mal göttlich komisch und gespickt mit Wortwitz ohne dabei platt zu erscheinen. Im Original kommen viele Sachen natürlich noch eine Spur besser herüber, weil gerade Wortwitz nun mal nicht in allen Sprachen gleich funktioniert, die Übersetzung ist aber trotzdem sehr gut und es geht kaum etwas vom Humor verloren.
Natürlich ist nicht jede Art von Humor gleich und wer nur auf hochintellektuellem Niveau lachen kann, für den wird es vielleicht nichts sein, denn immerhin ist es als Jugendbuch konzipiert. Aber wer sich auf den speziellen Schreibstil einlassen kann und durchgeknallte Ideen mag, der wird sich schnell fesseln lassen.
Außerdem ist er einer der wenigen Autoren, die durch den Schreibstil solchen Charme der Charaktere versprühen, dass ich mal keine Probleme mit der Ich-Erzählperspektive habe und mich auch gut in die Protagonisten hereinversetzen kann, obwohl es dazu auch noch fast immer Jungen sind. 

Für den ersten Band ist „Das Schwert des Sommers“ verhältnismäßig lang und manch einer mag vielleicht ankreiden, dass einige Szenen nicht unbedingt nötig gewesen werden, aber ich finde, dass alles seine Daseinsberechtigung hat, denn vor allem in dieser Reihe ist mir aufgefallen wie viel Wert auf die Charakterdarstellung gelegt wird. Es kommt eigentlich keiner zu kurz und ich denke, dass die recht innige Beziehung zu den Charakteren für den weiteren Verlauf der Geschichte noch recht essentiell sein wird. Außerdem findet man beim genauen Lesen auch die ein oder andere Andeutung, die auf interessante Entwicklungen hoffen lässt.
Trotz ziemlicher Länge fand ich es an keiner Stelle langweilig, obwohl es auch viele nicht so spannungsgeladene Szenen gibt, aber der Wechsel zwischen Spannung und Ruhe ist für mich hier sehr gut ausbalanciert. Mal abgesehen davon, dass die vielen verrückten Einfälle mit denen Riordan permanent um die Ecke kommt, sowieso keine Langeweile aufkommen lassen.
Für den ein oder anderen im Lesefluss vielleicht etwas störend sind die vielen Kapitelunterteilungen, die teilweise wirklich aller paar Seiten erscheinen. Manchmal mögen sie trotz ihres Humors etwas unterbrechend wirken, sie haben aber noch einen viel gemeineren Effekt: man kommt rasend schnell durch das Buch. Da die Kapitel so kurz sind, ist die Verführung des „Ach, nur noch ein Kapitel“-Denkens unglaublich hoch und schwupp ist man fast am Ende. Wer also auf möglichst lange Lesefreude erpicht ist, der hüte sich vor der Kapitel-Falle ;)

Einzig etwas negativ sind mir immer mal wieder mehr oder weniger grobe Rechtschreibfehler (wie vertauschte Personalpronomen) aufgefallen. Aber ja, bei über 500 Seiten passiert das schon mal und wer einigermaßen mitdenkt, der wird das meiste sicher einfach überlesen. Rechtschreibfanatiker mögen sich dran aufhängen, aber jedem das Seine.

Auch wer bisher noch gar nichts mit dem Riordan-Universum zu tun hatte, wird sich bei „Magnus Chase“ gut zurechtfinden, denn es ist unabhängig von den anderen Serien. Natürlich gibt es immer wieder kleine Insider, aber auch wenn man die nicht versteht, trügt das nicht die Lesefreude. Und obwohl die verschiedenen Mythologien ja eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben, hat Riordan mal wieder sehr klug eine Personenverknüpfung erschaffen, sodass ich schon sehr gespannt bin, wann denn irgendwann mal ALLE Stränge aufeinander treffen XD

Das einzige was man der Story vielleicht wirklich ankreiden kann, ist dass sie an manchen Stellen doch ein wenig blutig daher kommt. Gerade ein Kapitel spart wirklich nicht an Kampfgeschehen und Blut. Mir machte das zwar nichts aus, im ersten Moment dachte ich mir aber schon, dass das für eine Altersempfehlung ab 12 aber eigentlich doch etwas zu blutrünstig ist… bis mir wieder einfiel was ich manchmal so mitbekomme, was Kinder und Jugendliche heute für Filme sehen oder Videospiele zocken und dagegen ist die tägliche Schlachtübung der unsterblichen Krieger vermutlich dann doch fast ne Teeparty. Sehr zart besaitete Pflänzchen sollten Kapitel 19 allerdings besser überspringen.
Eltern könnten das ganze vielleicht nicht so einfach nehmen, man muss dem aber zu Gute halten, dass die Szene zwar eine Menge Blut und Gemetzel beinhaltet, aber gerade durch Magnus‘ Einstellung dazu in keinster Weise kriegs- oder gewaltverherrlichend ist. Außerdem sind die nordischen Völker von früher nun mal nicht gerade für ihr Feingefühl beim Kämpfen bekannt und immerhin geht es hier um die Vorbereitung für den Weltuntergangskampf.       

Charaktere:
Ich mochte bisher eigentlich fast alle Charaktere aus den jeweiligen „Heldenteams“, die Jungen sind zum Glück alle nicht Marke: „Seht wie großartig ich bin, ich bin der beste  Held von allen“ und die Mädchen haben einiges auf dem Kasten. Aber mit Magnus und seiner etwas speziellen „Familie“ hat sich Riordan in meinen Augen selbst übertroffen. Aber der Reihe nach.

Magnus ist schon mal von Anfang an sehr ungewöhnlich, da er noch vor Storybeginn eine ganze Menge zu erleiden hatte. Natürlich haben alle anderen Protagonisten auch ihre Päckchen zu tragen und wirklich gut ging es keinem, aber Waise und obdachlos seit zwei Jahren ist schon noch mal eine Spur härter. Trotzdem hatte ich nicht einen Moment das Bedürfnis Magnus zu bemitleiden. Denn er hat sich damit ganz arrangiert und zeigt sich von Anfang an recht taff. Das Leben auf der Straße hat ihn geprägt und er stellt auch recht schnell klar, dass es ihm egal ist, was andere, den Leser eingeschlossen, von ihm halten mögen. Er steht dazu, dass er Einbrüche begeht und andere Leute bestiehlt, wenn sie es in seinen Augen verdient haben. Obwohl er sich damit eigentlich eher nicht als Vorbildcharakter eignet, stellt er seine Beweggründe so plausibel dar, dass selbst der größte Moralapostel vermutlich nichts mehr dazu sagen wird.
Ich wusste am Anfang noch nicht so richtig warum, aber irgendwie war mir Magnus vom ersten Moment an grundsympathisch. Er war irgendwie in den richtigen Momenten pragmatisch, mutig, ohne selbst große Stücke auf sich zu halten, gibt seine Schwächen offen zu und hat trotz seiner oft miesen Lage einen Humor der mich persönlich sehr anspricht. Und dann kam irgendwann recht weit hinten im Band ein einziger Satz im Gespräch mit Sam, wonach ich ihn einfach nur noch knuddeln und adoptieren wollte. Von da an war ich Magnus-Fan und beim zweiten Mal Lesen sind mir noch viel mehr Dinge aufgefallen, warum er für mich so ein großartiger Charakter ist. Denn er hat Fähigkeiten die ich unglaublich schätze. Er hat wirklich ein großes Herz und würde alles für seine neue „Familie“ tun (aber das war bei den anderen von Riordans Protagonisten auch schon so). Was ihn in meinen Augen aber besonders auszeichnet ist seine Fähigkeit Menschen einzuschätzen. Er analysiert seine Gegenüber, merkt wann er ins Fettnäpfchen tritt und hält seine Klappe wenn es Nötig ist. Auch wählt er oft seine Worte sehr mit Bedacht, was eine unglaubliche Scharfsinnigkeit voraussetzt. Es wird zwar auch erwähnt, dass Magnus sehr klug ist, aber diese Art von Sozialintelligenz hat ihn die Straße gelehrt, weil es einfach ein wichtiger Teil der Überlebensfähigkeit ist schnell zu merken, wem man vertrauen kann und wem nicht bzw. was welche Emotion im Gegenüber auslöst. Auch wenn Magnus oft genug durch seine Witze fast etwas sorglos erscheint, ist er doch immer auf der Hut und seine Gedanken fast immer mit der Einschätzung von Situationen beschäftigt. Und dass er viele Dinge zwar merkt, aber nicht ausspricht, macht ihn für mich zu einem wirklich mehr als angenehmen Charakter.
Außerdem finde ich sehr gut, dass er kein Kind eines wichtigen Gottes ist. Sein Vater macht nichts weiter als über die Wiese zu hopsen und hat noch nicht mal eigene Katzen und trotzdem ist Magnus von so großer Bedeutung. Und gerade weil er auch nicht so übermächtige besondere Fähigkeiten hat ist sein unerschrockenes Verhalten in vielen gefährlichen Situationen wirklich heldenhaft.

Und obwohl ich Magnus wirklich großartig finde, ist mein eigentlicher Lieblingscharakter dieses Bandes eindeutig Sam.
 Natürlich zum einen weil sie intelligent und mutig ist, kämpfen kann und ich ihren Humor liebe, doch vor allem weil sie mit ihrer Herkunft im Grunde doppelt bestraft ist, deshalb überall auf Ablehnung trifft und trotzdem nie aufgibt und für ihre Freunde und vor allem ihren Traum kämpft.
Ich finde es so großartig von Riordan, dass er in einer Zeit, wo der Terrorismus fast sein Ziel erreicht hat, nämlich den Hass und die Angst zwischen Menschen so zu schüren, dass sie sich nur wegen ihrer Herkunft gegenseitig umbringen, seinem Protagonisten eine Begleiterin mit arabischen Wurzeln und Kopftuch an die Seite stellt. Und auch noch ganz offen anspricht, dass sie oft genug als Terroristin beschimpft wurde, obwohl sie ein ganz normales Mädchen ist und nie jemanden etwas getan, sondern eher noch ihr eigenes Leben für solche Idioten riskiert hat. Die knallharte Ehrlichkeit mit der Riordan das Thema aufgreift und in die Geschichte einfließen lässt, verdient absoluten Respekt. Außerdem macht er mit ihr ganz deutlich klar, dass nicht die Abstammung entscheidet, welcher Mensch man wird und welche Taten man vollbringt. Ich hoffe wirklich, dass einige vielleicht dadurch lernen ihre Vorurteile stecken zu lassen.

Auch seine Begleiter Hearth und Blitz sind wirklich liebevoll gestaltet und wirklich ungewöhnlich. Auch wenn ich mich nicht so für sie erwärmen konnte, wie für Magnus und Sam, stieg die Sympathie auf jeden Fall während der Geschichte, gerade eben weil auch so viel von ihrer Hintergrundgeschichte beleuchtet wird, obwohl es die Hauptstory in die Länge zieht. Aber sie sind ebenso wichtig und ich hoffe das Magnus‘ gewählte Familie auch in den kommenden Bänden eine große Rolle spielen wird, denn trotz aller Patzer sind sie einfach ein großartiges Team.
Und obwohl es mal wieder von Nebencharakteren nur so wimmelt, schafft es Riordan sie doch alle noch so unwichtigen Charaktere ganz einzigartig erscheinen zu lassen und auch wenn sie nicht so oft vorkommen.
Die Götter sind natürlich auch nicht so, wie man sich das eigentlich so vorgestellt hat und das ist auch gut so, denn so ist es viel lustiger. Da gerade durch den ganzen Superhelden-Hype auch Götter wie Thor und Loki der breiten Masse bekannt sind, ist es umso erfrischender, dass Riordans Darstellung nicht viel mit den Schönlingen aus Film und Fernsehen gemein haben.      

Fazit:
Mit „Magnus Chase – das Schwert des Sommers“ hat Riordan mal wieder eine Tür zu einen neunen, genialen Teil seines Mythologieuniversums geöffnet und ich kann es kaum erwarten, die wundervollen Charaktere bei ihren verrückten Abenteuern weiter begleiten zu dürfen.
Götter sei Dank kommt der zweite Teil in Englisch bereits im Oktober.
Also wer des Englischen einigermaßen mächtig ist, sollte auch nicht davor scheuen sich mal das Original zu Gemüte zu führen, denn es hat einfach seinen eigenen Charme und auch wenn man nicht jedes Wort versteht, der Story kann man leicht folgen und der Humor kommt auch so rüber.
 
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Für Rick Riordan-Fans ist „Magnus Chase“ ein absolutes Muss, gleichzeitig eignet es sich aber auch gut für Neueinsteiger.
Mythologie-Fans, sei es generell oder der Nordischen, werden auch voll auf ihre Kosten kommen, allerdings sollte man darauf gefasst sein, dass man altbekannte Geschichten und Götter völlig neu kennenlernt ;)
Die Altersempfehlung von 12 Jahren ist soweit ok, ich denke aber eher, dass es vor allem den Leser 14 aufwärts ansprechen wird, aber auch älteres Publikum sollte sich nicht vom Jugendbuch-Image abschrecken lassen, denn hier kann jeder auf seine Kosten kommen, der humoristische Fantasy und verrückte Ideen liebt.

Taja
von Nickypaulas Bücherwelt


VIDEOREZENSION
 FOLGT!!!

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