Donnerstag, 29. September 2016

Teufelsengel Monika Feth




~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Nachdem ich das Buch „Der Erdbeerpflücker“ von Monika Feth gelesen hatte, war ich von ihrem Schreibstil so begeistert, dass ich mir gleich ein weiteres ihrer Werke besorgen musste, den „Teufelsengel“.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
4 Leichen und 4 völlig unterschiedliche Todesursachen. Niemand erkennt einen Zusammenhang zwischen den Mordfällen. Nur die junge Romy, eine Journalistin in Ausbildung, wird durch ihre Recherchen auf die Wahrheit aufmerksam und begibt sich dadurch in Lebensgefahr.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Auf dem Cover ist ein in Stein gemeißelter, gelber Engel abgebildet. Er steht symbolisch für eine religiöse Organisation, deren Mitglieder auf dem schmalen Grat zwischen Gut und Böse wandeln. Deshalb wohl auch der Titel „Teufelsengel“.

Der Schreibstil erinnert an den „Erdbeerpflücker“. Die Handlungsstränge laufen wieder parallel zueinander ab und werden jeweils aus Sicht der betroffenen Person erzählt. Man behält so einen klaren Gesamtüberblick. Jedes Kapitel wird von Romys „Schmuddelbuch“ eingeleitet, einer Art Tagebuch, welche Datum sowie Uhrzeit wiedergibt.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Natürlich braucht ein Autor immer etwas Zeit um seine Charaktere vorzustellen und zu vertiefen sowie den Spannungsbogen aufzubauen. Doch bei diesem Werk wollte die Story einfach nicht voranschreiten. Nachdem ich die Hälfte des Buches gelesen hatte, machte sich das unbehagliche Gefühl breit, dass die Figuren in der Handlung feststecken und nicht weiter kommen. Was sich anfangs bis ins unerträgliche hinzog, entwickelte sich auf den letzten Seiten in eine Art Marathon. Ich hatte plötzlich das Gefühl Frau Feth wollte ihr Werk zwangsweise nach 400 Seiten beenden. Die Kapitel wurden immer kürzer und zum Ende hin brach die Geschichte unverhofft ab.

Zu den Figuren baut man sehr schnell eine Bindung auf, da sie wie ganz normale Mitmenschen von nebenan wirken. Durch die ständigen Selbstreflektionen, kann man das Handeln der Charaktere gut nachvollziehen. Selbst Nebenfiguren erhalten gegen Ende eigene Kapitelabschnitte, verschwinden aber nach kürzester Zeit wieder in der Versenkung. Die Sicht der verschiedenen Personen beeinflusst die Stimmung der Geschichte grundlegend. So wirkt die Handlung teils rätselhaft und emotional, andererseits düster und brutal.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und endet viel zu schnell. Der Schluss wirkt abgebrochen und lässt den Leser sprachlos und schulterzuckend zurück.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Das Werk ist besonders für Leser, die einen Einstieg in das Genre „Thriller“ suchen, gut geeignet. Wer den „Erdbeerpflücker“ bereits gelesen hat wird hier auf alte Bekannte treffen.
3 von 5 Sternen

Vivi
von Nickypaulas Bücherwelt

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