Donnerstag, 23. Februar 2017

Ein bisschen wie Unendlichkeit von Harriet Reuter Hapgood



~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Ich finde es sehr interessant und passend, dass der Großvater der Autorin Harriet Reuter Hapgood ein deutscher Mathematiker war und hat sie zu diesem Roman inspiriert hat. Wenn ihr dieses Buch gelesen habt, dann werdet ihr verstehen warum ;)

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
»So ist es, wenn man jemanden liebt.
So ist es, wenn man um jemanden trauert.
Ein bisschen wie Unendlichkeit.«

Gottie, eigentlich Margot H. Oppenheimer, möchte eigentlich nur in aller Seelenruhe die Ferien unter dem Apfelbaum liegen und über das Universum grübeln, ganz wie Einstein eben, denn Margot liegt die Physik. Das Leben hat allerdings andere Pläne und so kehrt ihr früherer bester Freund Thomas nach 5 Jahren plötzlich aus Kanada wieder. Zudem versucht Sie mit dem Verlust Ihres Großvaters Grey zurechtzukommen und der Abwesenheit einer Mutter, fragt sich, wie es passiert ist, dass Sie uns ihre beste Freundin sich entfernt haben, ob ihr Ex-Freund uns sie vielleicht noch eine Chance haben und versucht generell eine Antwort auf alles vom Universum zu bekommen.
Zwischen all diesen Problemen und Fragen, die Gottie beschäftigen, erleidet Gottie jedoch auch immer wieder Filmrissen, während welcher sie die Vergangenheit noch einmal erlebt. Auf einer Seite denkt Gottie, sie könnte langsam verrückt werden, aber auf der anderen Seite, der gewichtigeren Seite, versucht Sie, diese Phänomene wissenschaftlich zu erklären, mit Hilfe von Wurmlöchern, Zeitreisen, der Weltschmerz-Theorie und einer eigenen Formel.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Das Cover ist wirklich wunderschön und erinnert mich ein wenig an das Universum, an Unendlichkeit und die Schönheit darin. Sehr träumerisch. Der Roman ist in größere Sinnabschnitte geteilt, welche immer durch poetisch-wissenschaftliche Zeilen eingeläutet werden. Und die einzelnen Kapitel wiederum sind aufgeteilt wie Tagebucheinträge, so heißt das erste Kapitel z. B. „ Samstag, 3. Juli {minus dreihundertfünf}, so dass es gleichzeitig wie ein Countdown wirkt, der langsam runter zählt. Und da ich die Zeit auch gern in „t minus 5 Minuten“ ansage, fand ich dass sehr passend für die kleine Wissenschaftlerin Gottie.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Ich hatte mich auf eine etwas andere Liebesgeschichte gefreut und diese habe ich glücklicherweise auch bekommen. Ich bin vielleicht nicht so physikbegabt oder –versessen wie Gottie, jedoch finde ich Zeitreisen, Quantenphysik und dergleichen wahnsinnig interessant. Zudem hat Gottie Filmrissen, die sie mit Zeitreisen erklären möchte, was mich stark an „Butterflyeffect“ und „Die Frau des Zeitreisenden“ erinnert hat. Beides Filme bzw. Bücher die ich über alles liebe.
Ich konnte Gotties wissenschaftliche Gedanken zwar nicht immer verstehen, fand sie aber dennoch sehr interessant und die Autorin versteht es auf jeden Fall, Wissenschaft wie Poesie klingen zu lassen.
Ich fand die Protagonistin Gottie zudem sehr sympathisch und nachvollziehbar, versteckt Sie ihre Trauer doch mehr und versucht irgendwie damit klarzukommen, anstatt, dass sie alles lang und breit beredet. Das macht Sie zwar auch schwierig, aber ein Charakter ohne Kanten wäre ja auch langweilig ;) Zudem sind der Autorin auch alle anderen Charaktere, wie die beste Freundin Sof oder vor allem Thomas sehr gelungen. Und was mich besonders gefreut hat, war die Charakterentwicklung von Gottie, ihre Gedankengänge oder die Sprünge in die Vergangenheit. Diese fand ich entgegen anderen Meinungen auch nicht verwirrend :)

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Ein Jugendbuch mit einer wunderbar sich entwickelnden Liebesgeschichte, einer Geschichte über Freundschaft, Entfremdung und Trauerbewältigung. Alles gewürzt mit einer Priese Wissenschaft und einem Hauch physikalischer Poesie. Für mich ein perfektes Sommerbuch oder auch Buch über die Weihnachtsfeiertage, je nach dem.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Ihr verliebten Physiknerds dort draußen, hier kommt die passende und nicht zu aufdringliche Liebesgeschichte für euch, wie auch für mich! Ich freue mich über alle, die die Freude über diesen Roman mit mir teilen können. Jeder der sowohl die Poesie als auch die Wissenschaft liebt, der sollte sich einmal ein paar Stunden mit diesem Buch fortteleportieren :)

Simone
von Nickypaulas Bücherwelt

5/5 Sternen

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