Montag, 27. März 2017

ausgerechnet Muse Carola Wolff + Gewinnspiel



Autor: Carola Wolff
Seiten: 348
Verlag: Fabulus Verlag
Formate: eBook und Hardcover

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Vorab
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Als ich für dieses Rezensionsexemplar zugesagt habe, kannte ich nur den Klappentext. Ein Bild gab es bestimmt schon, aber da mir der Inhalt so zugesagt hat, habe ich einfach nicht nachgeschaut und mich überraschen lassen. Dann kam es an und ich dachte mir erst einmal „uff“ und das es so wirkt, als ob es nun in eine ganz andere Richtung geht als gedacht. Das soll nicht heißen, dass ich es schrecklich fand, aber... Nun ja, es ist so düster und ganz anders als die typischen Buchcover, aber genauso wie es ist, ist es mehr als perfekt. Mehr zum Cover findet ihr zwei Punkte weiter unten.

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Klappentext
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Die 17-jährige Apollonia Parker will frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Allerdings verfügt sie über eine Gabe, die sie besonders hasst: Sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Apollonia hat aber keine Lust, sich an einen Künstler zu binden, diesen zu inspirieren und zu hätscheln. Als Nick ihr einen Song widmet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Der junge, äußerst begabte Singer-Songwriter ist von Apollonia ganz hingerissen. Doch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell ist gegen diese Verbindung. Er will Apollonias Gabe für seine Zwecke nutzen — und setzt die schwarze Muse Velika auf Nick an.
(Quelle: fabulus-verlag.de)

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Cover & innere Gestaltung
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Wie eingangs erwähnt, musste ich bei diesem Cover erst einmal schlucken, aber so wie es ist, ist es Gold richtig. Denn es zeigt nicht nur haargenau die Protagonistin Apollonia, nein, es bringt auch ihren Charakter in jeder kleinen Facette herüber. Auf den ersten Blick denkt ihr jetzt vielleicht, dass sie sehr düster und miesepetrig sein muss. Ein wenig düstrer von der Grundstimmung her geht es auch auf jeden Fall zu, aber ich kann euch sagen, dass sie zwar manchmal wirklich etwas miesepetrig ist, aber auch noch weit mehr als das. Sie hat einfach ihre Geschichte und die wird so wunderbar gezeigt.

Was bei diesem Buch auch ganz besonders ist, ist der Buchschnitt – wie ihr seht ist er komplett Orange, ist optisch nochmal ein kleines Highlight und peppt die dunklen Farben noch etwas auf.

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Meinung
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Wie nun mittlerweile mehrmals erwähnt, war ich etwas von dem Cover überrascht, aber schon nachdem man ein paar Seiten gelesen hat, wird einem klar, dass es sehr wohl dazu passt. Denn so düster wie das Cover ist auch anfangs die Stimmung. Denn Mutter und Tochter sind Musen – so richtige Musen. Die Mutter mit Leidenschaft und Apollonia würde lieber sterben (zumindest klang es so). Außerdem ist das Verhältnis der beiden, milde ausgedrückt, sehr gespannt, denn ihre Mutter ist nur selten zu Hause da sie ihre Berufung als Muse sehr ernst nimmt.

So rutscht man nach und nach in Apollonias Leben und somit in die Geschichte hinein und ist ganz gefesselt. So ist mir auch anfangs gar nicht so aufgefallen, dass der bisherige Text doch etwas missmutig ist. Dies kam an einem gewissen Punkt, an dem mir ihre schlechte Laune und ihr Unwille doch bewusster auffiel. Dieser Punkt ist der Moment, in dem ihre Kraft erwacht und sie zu einer richtigen Muse wird. Und da spürte ich, wie sie, diesen goldenen Schimmer, der für die Figuren so bedeutend ist und ich war ebenso in diesem Moment gefangen.
Die Autorin weiß also ganz genau wie man zu schreiben hat. Sie kann wunderbar mit Wörtern und den Emotionen spielen, einen in die Geschichte reißen, einen einfach fühlen lassen und einen dahin lenken wo sie einen und, ebenso wie die Charaktere, haben möchte.
Sie hat das Buch so packend geschrieben, dass es eine Freude war der Geschichte zu folgen. Dabei zu zusehen, wie die Charaktere ihren Weg gehen, wie sie sich entwickeln. Wie sie sich auch einmal irren, es aber dennoch weiter geht. Auch wenn teilweise ein wenig mit Stereotypen gearbeitet wurde, heißt das nicht, dass sie platt sind. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen, ihre Eigenheiten und sind somit mitten aus dem Leben gegriffen.

Das Buch schreibt somit auch einfach über das Leben, darüber, dass es wichtig ist für das zu kämpfen, was einem etwas bedeutet. Das man nicht aufgeben soll und vor allem, dass man sich nicht abschrecken lassen soll, wenn es mal schwierig wird.
Kämpft für das, was euch wichtig ist, auch wenn der Weg einmal Umwege nimmt.

Dann hätte ich auch noch einen kleinen Kritikpunkt, ob man es neutral oder doch etwas negativ sehen soll, weiß ich noch immer nicht, aber bildet euch selbst eine Meinung:
Was ich bis zum Ende etwas befremdlich fand ist die Tatsache, dass selbst die Autorin ihre Protagonistin die meiste Zeit nur beim Nachnamen nennt. Ja Apollonia mag ihren Namen nicht und stellt sich selber oft nur mit Nachnamen vor, aber dennoch war es für mich schon etwas komisch, dass so oft zu lesen.

Abschließend kann ich nur schreiben, dass ich denke, dass man den Verlag definitiv im Auge behalten sollte. Das Buch ist etwas ganz Besonderes. Eines, dass sich etwas abseits des Mainstreams bewegt und dennoch dazu gehört.

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Kurzum
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Ein Buch mit einer wundervollen Idee, die schön verpackt und ausgearbeitet ist und mich sehr begeistern konnte.

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Wem würde ich es empfehlen
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Das Buch ist gut für Jugendliche ab 14 und aufwärts geeignet, die gerne Urbanfantasy gemischt mit griechischer Mythologie lesen.

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Bewertung
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★★★★★

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Dankeschön
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Vielen herzlichen Dank an den Verlag, dass ich das Buch lesen und rezensieren durfte.

Herzlichst,
eure Franzy

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