Sonntag, 4. Juni 2017

Einzig von Kathryn Evans



~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Der folgende Einzelband wird oft als eine Mischung aus Thriller und Sci-Fi beworben, was zwar nicht falsch ist, allerdings möchte ich anmerken, dass es ebenfalls ein Jugendbuch ist und daher auch das jugendliche Leben der Protagonistin einen Großteil der Seiten ausmacht.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Die sechzehnjährige Teva scheint ein vollkommen normales Mädchen zu sein. Nicht einmal ihr beste Freundin Maddy oder ihr fester Freund Ollie ahnen, dass sie nicht ist, was sie vorgibt zu sein. Dass Teva sie anlügt, an jedem einzelnen Tag. Dass sie nur eine von vielen ist. Zu Hause bei ihrer Mutter warten ein Dutzend jüngere Versionen von ihr, für immer und ewig acht, neun oder zehn Jahre alt. Weggesperrt, nachdem sie 365 Tage lang so getan haben, als würden sie ein ganz normales Leben leben. Denn jede Version hat nur ein Jahr für sich, in der sie draußen in der Gesellschaft leben darf, danach entsteht aus Teva im wahrsten Sinne des Wortes eine neuere Version ihrer Selbst und da es merkwürdig wäre, wenn es Teva plötzlich zweimal gäbe, muss „die alte Version“, welche bis zur Teilung eigentlich genau die gleiche ist, fortan mit ihren anderen Abbilder versteckt im Familienhaus (über-)leben.
Die sechzehnjährige Teva ist jedoch nicht bereit, ihre Freiheit und ihre Freunde aufzugeben, doch ihre Zeit läuft langsam ab. Nummer Siebzehn wartet nur darauf, endlich an die Reihe zu kommen. Tee beschließt, dass es ein Ende haben muss. Sie wird kämpfen, koste es, was es wolle …

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Passend zum Inhalt ist das Cover nicht nur von der Oberfläche her spiegelnd gestaltet, sondern auch das höchstwahrscheinlich von Teva abgebildet Gesicht spiegelt sich horizontal zum Buchtitel und verschwimmt dabei leicht. Da Teva in ihrem Haus selbst das Gefühl haben muss, in mehrere Spiegel zu sehen. Und da es sich bei der Protagonistin um eine weibliche Heranwachsende handelt, finde ich auch das Pink als Wahl für den Schriftzug nicht unpassend ;)

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Nach dem ich den Klappentext gelesen hatte und ich Feuer und Flamme für das Buch war, habe ich es auch gleich nach Erhalt angefangen zu lesen. Das erste Kapitel steigt direkt mit der Teilung von Teva ein, in welchem sich die neuere Version aus Nummer 15 herausbilden und dabei musste ich wirklich sagen „Hut ab“, denn hier wurde wirklich die passende Mischung aus Sci-Fi und Thriller getroffen, denn der Vorgang ist nicht nur irgendwie…. eklig, sondern dennoch auch höchst spannend. Generell fand ich die Momente, in denen sich im Verlauf der Story Nummer 17 in Teva bemerkbar macht sehr interessant und blumig beschrieben wird es alle mal nicht. Ich hatte auch das Gefühl, Teva könnte leicht wahnsinnig werden, schließlich weiß man und Teva selbst ja nicht, welche Krankheit sie hat. Dies möchte sie natürlich herausfinden, nicht zuletzt um den Prozess der Teilung zu stoppen und um so für immer ein normales Leben zu führen. Total nachvollziehbar. Nun ist sie jedoch eine Jugendliche,  kein Hacker- oder Biotechnologiegenie und gehört auch keiner geheimen Untergrund Vereinigung an. Wie also soll sie es anstellen etwas so unmögliches zu schaffen? Einen Arzt braucht sie allein nicht aufsuchen, denn dieser würde sie nur für verrückt erklären,  außer sie taucht mit einer ihrer jüngeren Versionen auf. Diese können aber das Haus nicht verlassen und überhaupt will die Mutter ihre Kinder zum Schutz dieser vor der Welt verstecken. Also macht es Teva wie alle anderen normalen Menschen auch und… sucht im Internet! Und findet auch die selbe Antwort wie alle: Krebs. Denn dies ist einfach die häufigste Antwort, wenn vielleicht auch nicht die korrekte. Und in etwa so steigt der Roman auch nach dem 1. Kapitel 6 Monate später ein. Teva ist keinen Schritt weiter, ihr bleibt aber auch nicht mehr all zu viel Zeit.
Die Lösung kommt im Buch schon auch zu tage und fand ich vollkommen in Ordnung. Allerdings durchlebt Teva bis zu dieser ihr quasi einziges wirkliches Leben und dieses möchte sie nutzen, sollte ihr Vorhaben scheitern. Dies ist ein Punk, welchen ich so stark nicht bedacht habe, der aber auch einen Großteil des Buches einnimmt. Das ist an und für sich nicht so schlimm, aber ich habe nicht damit gerechnet, war nicht darauf eingestellt und habe mir etwas weniger der Mädchenprobleme gewünscht. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, ist es eigentlich klar, das Teva während ihrer Suche auch LEBEN möchte.
Was ihren Charakter angeht, so finde ich Teva gut ausgearbeitet, auch die anderen Charaktere, wie z.B ihre beste Freundin Maddy und ihr Freund Olli blieben nicht farblos. ihre Mutter konnte ich aber nur teilweise verstehen, denn ja Sie will ihre Kinder beschützen. Aber was wird aus Teva wenn sie stirbt oder Teva sich mit 70 vielleicht noch teilt? Außerdem ist das, was sie ihren Kindern im Haus bietet doch kein Leben. Ich weiß sie war verzweifelt, aber das ist grausam ☹

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Wenn man ein wenig darauf gefasst ist, dass hier auch Jugendprobleme eingearbeitet sind und sich Teva 15 und 16 um ein Treffen mit ihrem Freund Olli streiten, dann ist dies ein wirklich gelungener Sci-Fi Thriller für größtenteils Jugendliche. Ich fand die Idee der 365 Tage für sich und anschließender Teilung mit folgender quasi Isolation eine großartige Idee und werde schauen, was man noch so von der Autorin hören wird.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Jugendbuchliebhaber,  die auch gern mal Lust auf etwas spannendere und vielleicht auch nervenaufreibendes haben, sollten sich diesen Einzelband unbedingt nicht entgehen lassen. Und auch an alle Genreübergreifenden Leser gebe ich diesen Tipp gern weiter ;)


Simone von “Die Librellis”
(ehemals Nickypaulas Bücherwelt)

~4 von 5 Sternen~

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